Willkommen!

Spiritualität heißt, sich beständig zu entwickeln.

Die Seele wächst durch die Erfahrungen der Liebe und der universellen Energie. Die Einschränkungen unserer Seele werden durch die Erfahrungen, die wir machen, entweder abgebaut oder verstärkt. Echte Spiritualität löst diese Verhärtungen auf und lässt das Licht unserer Seele durch unsere Persönlichkeit hindurch in die Welt strahlen.

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Liebe

Überlieferung

Folgende Inhalte erscheinen auf den Unterseiten:

Das Gefühl, es geschafft zu haben!... ... mehr lesen

Vorwärts ist immer besser!... ... mehr lesen

Den Himmel für die Seele kreieren... ... mehr lesen

Meister und Schüler... ... mehr lesen

Lachen, auch wenn es ernst ist... ... mehr lesen

Fest und Religion... ... mehr lesen

The Cook Islands Past and Present... ... mehr lesen

Den Himmel für die Seele kreieren... ... mehr lesen

Der Kampf um Swamis Erbe

Swami Kaleshwar verehrte Maria, Jesus und Dattatreya

Immer mehr Schüler von Swami Kaleshwar haben seine Anregungen, sich an Maria zu wenden, aufgegriffen und gingen von indischen Mantren zu christlichen Gebeten wie dem Vaterunser und der Novene zu Maria Knotenlöserin über. Aber auch diese Welle hat inzwischen nachgelassen. Die ziemlich fiesen Streitigkeiten zwischen den verschiedenen, langjährigen Schülern um die Vorherrschaft und um Swamis Schülerkreis und die erhofften Einnahmen gehen weiter wie bisher. Vieles dringt nicht mehr über den engsten Kreis der Betroffenen hinaus, zumindest nicht sofort. Aber mit etwas Verzögerung spricht sich in der immer kleiner werdenden Schülerschaft alles mögliche an Halbwahrheiten und Lügen herum. Viele früher engagierte Schüler haben sich zurückgezogen. Diese praktizieren still einige von Swamis Mantren vor sich hin oder haben ganz aufgegeben.

Da sich nach 15 Jahren viele Versprechungen und Ankündigungen von Swami Kaleshwar nicht erfüllt haben und die Reinigungsprozesse in Form der immer wieder neu aufgelegten Machtkämpfe bis hin zu schwarz magischen Praktiken bis jetzt noch kein Ende gefunden haben, wenden sich alte Schüler und interessierte neue Schüler anderen Gurus und Richtungen zu. Dieser massive Einbruch von vermutlich ca. 10-20 % pro Jahr wird vom eher vereinzelten Zuwachs nicht umgekehrt.

Eine Strategie, um diesem Mitgliederschwund zu begegnen, ist in Deutschland das Aussenden extrem freundlicher Mails und die Verwendung des Soziokratie-Modells. Damit sollen neue Mitglieder gewonnen werden und der Eindruck einer liberalen, offenen Gemeinschaft erweckt werden. Leider wird die Realität dem nur an wenigen Stellen gerecht. Wessen Egostrukturen 15 Jahre Arbeit mit einem tantrischen, erleuchteten Meister überlebt haben, der wird sich wohl auch zurück in Deutschland oder den USA schwertun, andere Menschen zu lieben und als gleichwertig zu respektieren. Letztlich zeigen sich bei fast allen Schülern narzisstische Kommunikationsstrukturen nach dem Modell: ich – Guru, Du – Untertan. Ich kassiere - Du musst zahlen, immer und immer wieder.

Einige Schüler versuchen sich aus all diesen Machtkämpfen heraus zu halten und pflegen die Energie durch Bhajans, Feuerzeremonien und die Weitergabe von Mantren. Dort kann die Energie sehr rein und schön sein!

Über dem Babatempel, der manchmal für die Inder zugänglich war, hatte Swami seine privaten Räume mit einem Tempel für Maria, Jesus und Dattatreya. Swami behauptete zwar, Beweise dafür zu haben, dass Jesus sein Wissen in Indien und auch in Penukonda erhalten habe, aber die angekündigten Beweise kamen nie. Kurz vor seinem Tod sagte er, die Schüler müssten einfach daran glauben.

Swami behauptete auch, 5 Bücher über Jesus zu schreiben. Auch diese Bücher wurden immer nur angekündigt, aber auch engste Schüler und Mitarbeiter haben gesagt, dass sie nichts davon wissen und auch keine unvollendeten Manuskripte gefunden wurden.

Swami war ein Meister darin, Illusionen auszustreuen und sie für seine Interessen und das spirituelle Wachstum seiner Schüler zu nutzen. Er nannte sich und Baba Illusions-Meister. In der Welt ist jeder Mensch in Illusionen gefangen. Durch die Ent-täuschungen wendet sich der Schüler von weltlichen Dingen ab und geht über konventionelle Spiritualität hinaus. So zumindest die Theorie. Swami köderte viele Schüler über Verheißungen, mächtige Gurus zu werden, die Wunder tun könnten und Macht über andere haben würden. In diesem Sinne sind viele Schüler unterwegs und versuchen, auf mehr oder weniger subtile Weise, Macht auszuüben und Geld zu kassieren. Neue Schüler lassen sich mit Mantren und indischer Weisheit schnell beeindrucken. Gegen jeden, der anfängt kritisch zu denken, wird energetisch oder mit Lügen, Intrigen und Anschreien vorgegangen.

Swami äußerte sich oft darüber, wie enttäuscht er von seinen engsten Schülern sei. Er nannte sie eine Mafia. Sie hätten die Zeit mit ihm genossen und auch für ihn sehr viel gearbeitet, aber ihr spirituelles Wachstum ließe zu wünschen übrig. Sie träumten immer noch von Macht, Geld und Ruhm.

Swami verehrte Maria und Jesus für ihre Selbstlosigkeit. Dattatreya wurde erleuchtet ohne menschliche Gurus, Mantren oder Zeremonien. Alle drei mussten sehr leiden, um höchstes spirituelles Wachstum zu erreichen. Sie hatte Swami in seinem privaten Tempel immer vor Augen. So unermüdlich wie Swami für sich und seine Schüler arbeitete, das kann ihm so schnell keiner nachmachen.

Ein Lichtblick: die Texte

Wer Zugang zu den Lehren von Swami haben soll, war immer wieder ein Streitpunkt. Nur ein kleiner Teil der Schüler wurde die ganze Zeit finanziert oder konnte es sich leisten, in Indien zu bleiben. Viele alte Schüler haben die veröffentlichten Skripte, die späteren Schülern nicht mehr zugänglich waren. Die ungekürzten Skripten waren nur wenigen Schülern gegeben worden. Wenn ich an die ganzen Ego-Spielchen denke und wieviel Zeit damit verloren ging. Selbst ein tantrischer Meister wie Swami konnte da auf Granit beißen. Dafür hat er seine engsten Schüler auch oft hart ran genommen und immer wieder öffentlich geklagt, wie wenig sie von seinen Lehren verstehen.

Nun wurde auf einer Webseite angefangen, die Lehren Swamis chronologisch wiederzugeben. Dort kann man einen Einblick erhalten, auch wenn vieles von Swamis genialer und charmanter Art und Charisma sich schwer in den Texten zeigt. Swami war ein Tausendsassa, genial und ganz im Sinne der indischen Tradition, die große Könige und herausragende Asketen hervorgebracht hat.

http://www.journeyswithkaleshwar.org/

Papst Franziskus in Augsburg

Papst Franziskus hat Maria Knotenlöserin in Südamerika bekannt gemacht. Dort ist sie sehr verbreitet und zieht Massen an. Es gibt dort einen großen Dom, der dieser Form von Maria gewidmet ist.
Mit dem Namen, „Maria, die Knoten löst“, oder „Maria Knotenlöserin“ wird Maria gebeten, die Blockaden und Knoten des Lebens zu lösen. Ein neuntägiges Gebet (Novene) zu ihr, ist eine für viele ansprechende Form, auf einfache Weise innere Blockaden und Hemmnisse zu lösen und spirituell zu wachsen. Es gibt verschieden formulierte Versionen der Novene. Sie finden diese im Internet.

Man muss natürlich eine Draht zum Katholizismus haben. Sonst sprechen eine die dauernde Selbstbezeichnung als "Sünder" usw. nicht wirklich an.

Im Rahmen von Swami Kaleshwars tantrisch geprägten, hinduistischen Vorstellungen ist es letztlich egal, wie man etwas nennt. So verbirgt sich die Göttliche Mutter hinter jeglicher Form. Daher kann Mahakali auch Maria genannt werden. Je nachdem, was beim Publikum (Inder, Westler) besser ankommt. Daher muten die Techniken eben tantrisch-hinduistisch an, auch wenn sie formell an Maria gerichtet sind.

Mit Maria kann man es ja machen

Ein Schüler Swamis versucht, die indischen Lehren von Swami Muktananda und Swami Kaleshwar in eine christliche Sprache zu übersetzen. Dies soll den Markt öffnen und ihm zahlreiche Schüler bringen. Zwar lesen sich seine Texte sehr schön, aber gelebte Spiritualität auf Swamis Niveau war doch anders. Und für mich ist es ein großer Unterschied, ob ein Inder mit dem hinduistischen Hintergrund des All-einen Jesus und indische Mantren verbindet, oder ob ein Westler fast schon eine Art Etikettenschwindel betreibt.

Ein anderer Swamischüler, der 20 Jahre lang vergeblich ein Marienzentrum mit sich als Leiter aufbauen wollte, sagte mir: »Die Leute sind so dumm. Immer wenn ich Geld brauche, erfinde ich einen neuen Spruch von Maria, und sie lauschen mir andächtig und geben mir Geld, für das Projekt, von dem Maria gesprochen hat.«

Als ich ihn daraufhin sagte, dass das den Leuten gegenüber nicht sehr ehrlich sei, wurde ich nach allen Regeln der Kunst gemobbt. Aber meine Meinung ist eben: Wo Maria drauf steht, sollte auch Maria drin sein!

Ist Swami Kaleshwar gescheitert?

Swami Kaleshwar hat durch Wunder, Asche aus seinen Händen regnen lassen usw. und mit seinem Anspruch, die Spiritualität der Welt zu erneuern, früher einiges Aufsehen erregt. Ist Swami Kaleshwar gescheitert?

Nun, angesichts der Zahlen, muss man seinen Anspruch natürlich in Frage stellen. Viele seiner Schüler haben sich längst anderen Meistern zugewandt. Andere machen einen komischen Mix aus verschiedenen spirituellen Strömungen. Da wird eine christliche Figur wie Maira genommen, um sich als neuer Oberguru zu etablieren und Geld von seinen Schülern zu verlangen. Ein anderer Schüler vermischt Wissen der Transzendentalen Meditation mit Swami Techniken und einer eigenwilligen Interpretation, um aktuell in den amerikanischen Wahlkampf mit spirituellen Mitteln einzugreifen. Andere alte Swami Schüler kämpfen um die Vorherrschaft, um Schüler, Marktanteile, um das Anrecht, als Oberguru anerkannt zu werden und wollen von den Spendengeldern leben. Abgesehen davon, dass es Fälle von Missbrauch der Spendengelder gegeben haben soll, sind das alles Gründe, warum sich viele alte Swami Schüler zurückziehen oder sich abwenden. Die Gruppen zerfallen in Untergruppen und da die Teilnehmer älter werden, lassen Attraktivität und Außenwirkung nach. Es kommen zwar ein paar neue Schüler nach, aber von einer dynamischen Bewegung lässt sich nicht mehr sprechen. Insgeheim spricht man von einem Mitgliederschwund von ca. 20 % pro Jahr. Im Gegensatz zu diesen Verfallserscheinungen haben sich zwei Zentren stabilisiert und dort scheint es langsam aufwärtszugehen. Da sich einige Leute für diese Zentren engagieren, kann außer von einzelnen Lehrern die Bewegung an diesen Zentren sichtbar werden. Es ist sicherlich zu früh, von einem Scheitern Swami Kaleshwars zu sprechen. Andererseits ist die angekündigte Erneuerung der Spiritualität nicht in Sicht. Swamis Schüler kämpfen um Anerkennung, Geld und leben ihre Egoismen und Blockaden aus, genauso wie in der traditionellen Spiritualiät. Vielleicht ist dies das Beruhigende, alle spirituellen Gurus kochen nur mit Wasser. Der Lotus wächst im Schlamm. Schlamm ist genug da, es müssen nur noch die Lotusblüten aufgehen. (Lacht)

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Im Kali-Yuga ist die Spiritualität verdorben. Alle geben vor, Meister zu sein und wollen Schüler, Geld und Ruhm.

Swami Kaleshwar